Feuerbach/Plattenhardt. Christopher Dörrer und
Tobias Kühfuß
fahren zum Bundesfinale von Jugend forscht. Von
Natalie Kanter
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Erfindung weiter zu arbeiten", ergänzt
Ausbilder Günter Feucht. Feucht, sein Kollege Michael Bacher und
der Betreuer Michael Jilg haben die beiden Nachwuchsforscher bei
der Entwicklung ihrer Idee tatkräftig unterstützt. Sie sind
überzeugt: Das Engagement der jungen Männer zahle sich später
auch bei der Stellensuche aus.
Dörrer und Kühfuß haben sich ihre Erfindung bereits schützen
lassen. "Das Patent ist durch", sagt Dörrer. Mitte Mai treten
sie beim Bundesentscheid von Jugend forscht in Essen an. Welche
Chancen sie sich ausrechnen? "Das ist schwer zu sagen", sagt
Dörrer. Im vergangenen Jahr aber, haben Auszubildende ihrer
Werkstatt gewonnen. In deren Fußstapfen würden die
Nachwuchstüftler schon gern treten.
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Eine Schraube ist eine Schraube, ist eine Schraube? Von wegen!
Der Unterschied liegt im Detail - genau genommen im Durchmesser,
in der Steigung und im Flankenwinkel des Gewindes. Auch
Christopher Dörrer aus Plattenhardt und sein Kollege Tobias
Kühfuß aus Bietigheim-Bissingen können von der mühsamen Arbeit,
die passende Schraube zu finden, ein Lied singen. Kühfuß arbeiten bei der Firma Bosch in Feuerbach. Die
Mechatroniker-Azubis mussten selbst schon vielfach mit
Gewindelehre, Messschieber und Tabellenbüchern hantieren. "Das
ist wirklich aufwendig und ist selbst bei der kleinsten
Reparatur notwendig", sagt Dörrer. Kühfuß ergänzt: "Weltweit
gibt es unzählige verschiedene Schrauben." Selbst Männer vom
Fach brauchen einige Minuten, um die richtigen Bestelldaten
herauszufinden. Wertvolle Arbeitszeit gehe so verloren.
Mit der zeitraubenden Recherche könnte jedoch bald Schluss sein,denn die
jungen Männer hatten einen Einfall, der vor
kurzem sogar die Jury des Landesentscheid von
Jugend forscht überzeugt hat. Dörrer
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und Kühfuß haben eine Alubox mit eingebauter Kamera
entwickelt, welche das Schraubenbestimmen ganz einfach und viel
schneller macht. Dafür haben sie den ersten Preis im Fachbereich
Arbeitswelt eingeheimst. "Die Schraube wird in die Box gelegt.
Die Kamera schießt ein Bild. Das Bild wird auf den Computer
übertragen", erklärt Kühfuß. "Dort wird das Gewinde vermessen",
sagt Dörrer. Sekunden später liegen das Ergebnis und damit der
genaue Typ der Schraube vor.
Die Nachwuchstüftler haben dem Kunstquader im Aluminiumgehäuse
den Namen "optisches Gewindeerkennungssystem", kurz Oges,
gegeben. Sollte das Oges tatsächlich in Serie gehen, würde es
nicht viel Geld kosten. "Das Gerät so günstig, wie möglich zu
entwickeln, das war uns besonders wichtig", betont Dörrer. Der
Prototyp habe nur 95 Euro gekostet.
Doch von der ersten Idee bis zum fertigen Modell
hatten die beiden Tüftler viel Arbeit. Bis zu
450 Stunden haben sie überlegt, gebaut und
programmiert. "Während andere
nach der Berufsschule nach Hause gingen, sind
die beiden in die Werkstatt gefahren, um an
ihrer
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